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Hochsensibilität

  • Weise alte Seele (4/6/2021) by Ute

    Als hochsensible Mutter bin ich mit einem sehr spirituellen Kind gesegnet. Meine Tochter Johanna wurde mit einem ausgeprägten Hellwissen geboren. Schon im Kleinkindalter tätigte sie Aussagen die nicht von dieser Welt kommen. Ich wurde sehr hellhörig bei allem was sie sagte und heute noch sagt und begann mir wichtige Botschaften aufzuschreiben.

    Mir liegt es sehr am Herzen, dass ich meine Tochter in ihrer Spiritualität fördere. Leider werden diese Begabungen sehr häufig missverstanden und Kinder die diese Fähigkeiten mitbringen als komisch oder anders abgetan. Selbst unter Kindern ist diese Veranlagung nicht einfach und ich führe mit Johanna immer sehr intensive Gespräche über ihre Gaben und bestärke sie darin, dass nichts falsch an ihr ist und sie sich annimmt wie sie ist.

    Sie erzählt mir oft, dass sie unter anderen Kindern ihre Gefühle wegdrückt und dann zu mir kommt und froh ist, dass sie sich ausweinen darf. Es ist sehr bedauerlich, dass Kinder Angst haben zu ihren Gefühlen zu stehen und sich damit auszudrücken und Johanna nimmt, aus meiner Sicht, diesbezüglich eine wichtige Vorbildrolle für andere Kinder ein.

     In unserer Gesellschaft ist es immer noch sehr wichtig stark und hart zu sein und Schwäche bedeutet für viele ein Versagen auf allen Ebenen.

    Als hochsensibler Mensch ist es aber auch nicht immer einfach mit einem hochsensiblen Kind. Hochsensibel trifft auf hochsensibel und das kann ziemlich anstrengend sein. Speziell Regenbogen- oder Kristallkinder haben die Gabe dem Gegenüber ziemlich alle Themen zu spiegeln. Johanna erklärt mir immer, dass sie eine Mischung aus Regenbogen- und Kristallkind ist und diese Kinder haben ein sehr stark entwickeltes Gefühl für die eigene Wahrheit. So könnt Ihr Euch bestimmt vorstellen, dass die Erziehung von einem Regenbogen- Kristallkind immer wieder stark an die eigenen Grenzen bringt. Es ist wie ein Drahtseilakt aus Erziehung eines Kindes und darüberhinaus das Coaching einer alten weisen Seele, die in einem kindlichen Körper steckt und so viel mehr weiß als Erwachsene ihr zumuten würden.

    Wenn ich oft erschöpft bin und meine Grenzen erreiche kommt Johanna auf mich zu und sagt: ich hab Dich lieb Mama. Egal was ist, ich hab Dich lieb. Das berührt mich dann immer wieder sehr. Sie weiss wie schwierig es ist, sich von alten Überzeugungen und Prägungen zu lösen und bringt jeden Tag auf die gleiche liebevolle Weise ihre grosse Geduld zum Ausdruck.

    Kinder haben auch die Aufgabe nicht angenommene oder ausgelebte Anteile der Eltern in Ausdruck zu bringen und stellen daher immer wieder eine grosse Herausforderung für ihre Eltern dar. Ich bin ein sehr organisierter und ordentlicher Mensch und komme nicht gut mit Unordnung klar. Ihr könnt Euch nun sicher vorstellen was Johanna für mich ausleben darf. Ich finde, dass es schon sehr beruhigend ist zu wissen, dass die Kinder diese Aufgabe haben. Ich beobachte oft andere Eltern die ihre Kinder abwerten und beschimpfen und vielleicht gar nicht wissen, dass ihre Kinder ihre nicht gelebten Anteile ausleben und es nicht absichtlich machen. Johanna sagt immer wieder, ich kann nicht anders Mama, ich weiss nicht warum ich das tue. Ich denke, dass die Bewusstheit darüber sehr wichtig ist und vielen Eltern helfen kann ihre Kinder liebevoller zu betrachten. Ich habe mir zurecht gelegt, dass ich so gut ich kann die Einstellung, mich zu wundern, anstatt zu ärgern lebe, wenn ich meine Grenzen erreiche.

    Johanna hat mich seit ihrem Dasein auf meinem Entwicklungsweg bis heute stark begleitet. Abends vor dem Schlafengehen kommt sie sehr gerne zu mir und sagt mir dann immer etwas, sie nennt es, Heiliges. Da ist sehr viel lehrreiches dabei und manchmal denke ich tagelang darüber nach, was sie mir damit sagen wollte, bis ich dann irgendwann eine dazu passende Erkenntnis habe und in meinem Bewusstsein weiter wachsen kann.

    Ich möchte allen Eltern, die ein hochsensibles und spirituelles Kind haben, ans Herz legen, dass sie achtsam sind und ihrem Kind ihren Glauben schenken. Der Glaube ist so wichtig und wenn ich als Mutter diesen Weisheiten glauben kann, dann glaubt auch mein Kind an sich.

  • Ich erlaube mir, hochsensibel zu sein (2/12/2021) by Ute

    Ich war als kleines Kind schon hochsensibel. Ich hing sehr an meiner Mutter und wollte mich, um mich zu schützen, von Fremden nicht anfassen lassen.

    Ich wuchs in einer Zeit auf, wo die Menschen mit harter Arbeit und Aufbau beschäftigt waren. Hochsensibilität gab es zu dieser Zeit praktisch nicht und so begann ich, diesen Teil in mir zu verdrängen und abzulehnen.

    Ich folgte viele Jahre dem inneren Bild der falschen Stärke und fand Sensibilität peinlich und unangebracht.

    Erst heute weiß ich, dass Hochsensibilität nichts ist, wofür man sich schämen muss. Im Gegenteil, eigentlich sind hochsensible Menschen sehr begabte Menschen, denn sie nehmen ihr Umfeld viel intensiver wahr als „normale“ Menschen.

    Wenn Du hochsensibel bist, kennst Du das bestimmt auch, dass Du zum Beispiel, im Zusammensein mit anderen Menschen sehr schnell dazu neigst, alle Stimmungen wahr zu nehmen. Du kriegst somit Dein Gegenüber ganzheitlich mit. Nicht nur, dass was oberflächlich scheint, sondern Du erkennst in der Tiefe. Das kann wirklich anstrengend sein. Sehr oft empfinde ich auch Traurigkeit, weil ich ein geselliger Mensch bin und gerne Kontakt habe, dann aber bei gemeinsamen Treffen einfach an meine Grenzen komme.

    Weiters ist es so, dass ich nicht nur bei Menschen Emotionen wahrnehmen kann, sondern diese auch über digitale Medien wahrnehme. Zu viele digitale Einflüsse sorgen dafür, dass ich schnell reizüberflutet bin. Dies äußert sich entweder über starke Müdigkeit, Unruhe oder auch Aggression.

    Lärm ist auch ein großes Thema für mich. Laute Klingeltöne oder Straßenlärm können ziemlich belastend sein, wie auch intensive Gerüche.

    Als ich in meiner Unternehmertätigkeit stundenlang unter Menschen war, war ich danach oft ziemlich platt. Heute weiß ich, dass ich viel Rückzug brauche und mehr Pausen einlegen muss, um alle Eindrücke, die auf mich zukommen, verarbeiten zu können. Ich nehme mir immer wieder Momente der Stille, um ganz bei mir anzukommen und innerlich zur Ruhe zu kommen.

    Es ist ein großes Anliegen von mir in meinem Blog über Hochsensibilität zu schreiben, da ich aus eigener Erfahrung weiß, wie sehr man sich für diese selbst ablehnen kann. Ich möchte Dir Mut machen, Dich anzunehmen so wie Du bist und Dich auch in Deinem Umfeld damit zu zeigen.

    In unserer Welt sind hochsensible Menschen sehr wichtig. Hochsensible Menschen nehmen ihre Gefühle stärker wahr als andere Menschen und spüren daher ihre eigenen Grenzen um ein Vielfaches mehr als andere. Dies ermöglicht es uns, eine Vorbildfunktion einzunehmen und andere darin zu bestärken, ihren wahren Gefühlen zu folgen.